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Arbeitsgemeinschaft
Unterstützte Selbsthilfe
für Menschen mit Demenz

Michaela Kaplaneck

Bevor ich in Kiel Soziale Arbeit studierte, war ich 10 Jahre als Krankenschwester tätig. Seit 2007 beschäftige ich mich sowohl theoretisch als auch praktisch mit der Lebenssituation von Menschen mit beginnender Demenz und damit wie die Soziale Arbeit hier unterstützen könnte. Im Laufe der Jahre habe ich mehrere Selbsthilfegruppen für Menschen mit beginnender Demenz initiiert und begleitet.

 

 

Andrea Kynast

Durch die Teilnahme an der „22nd Conference of Alzheimer`s Disease International“ im Oktober 2006 in Berlin wurde mir erstmals die Situation von Menschen in einem frühen Stadium der Demenz wirklich bewusst. Im Anschluss an diesen Kongress sammelte ich Informationen zu Selbsthilfeangeboten in Deutschland für diesen Personenkreis – vergeblich. Im September 2008 hospitierte ich für vier Wochen bei der Scottish Dementia Working Group in Glasgow, Dundee und Aberdeen (ermöglicht durch das Internationale Studien- und Fortbildungsprogramm Demenz der Robert-Bosch-Stiftung). Die Mitglieder dieser Interessenvertretung von Menschen mit Demenz setzen sich nach dem Leitsatz „Nichts über uns ohne uns“ dafür ein, dass sie zu allen Belangen, die sie betreffen, gehört werden. Das Selbstbewusstsein und die gesellschaftliche und politische Präsenz dieser Menschen beeindruckten mich sehr. Diese Erfahrung bestärkte mich darin, vor Ort eine Selbsthilfegruppe für Menschen mit Gedächtnisproblemen zu initiieren.

 

 

Michael Ganß

Seit vielen Jahren beschäftige ich mit den Möglichkeiten und Chancen für eine gesellschaftliche Teilhabe und für die Selbstbestimmung für Menschen mit Demenz. Eine große Rolle spielen dabei kulturelle und künstlerische Projekte, in denen Menschen mit Demenz sich Gehör verschaffen können. Ich möchte Menschen mit Demenz Mut machen, sich Gehör zu verschaffen. Ebenso liegt es mir am Herzen, mittels Kultur und Kunst Begegnungen und einen wechselseitigen Austausch zwischen Menschen mit und Menschen ohne Demenz zu ermöglichen.

Meine Erfahrung hat mich gelehrt, dass Menschen mit Demenz häufig gute Demenzexperten sind. Diese Erfahrung hat maßgeblich dazu beigetragen, den Gesprächskreis für Menschen mit beginnender Demenz in Zeven in Form einer Unterstützten Selbsthilfegruppe zu initiieren.

 

Falko Piest

"Von Menschen mit Demenz lernen, wie es ist, mit einer Demenz in unserer Gesellschaft zu leben." Diese Haltung scheint mir ein vielversprechender Zugang zu sein, wenn wir die Lebenssituation von Menschen mit Demenz verbessern wollen, sei als beruflich Handelnde, als bürgerschaftlich Engagierte, als Angehörige oder als interessierte Laien.

In den Entwicklungsworkshops, aus denen der STARTPUNKT Unterstützte Selbsthilfe hervorging, habe ich die gemeinsame Arbeit von Menschen mit und ohne Demenz einmal mehr schätzen gelernt.